Spezialbericht Allergien, Vorwort [Spezialbericht Allergien, 2000]
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Vorwort
Kaum ein Gesundheitsproblem hat im vergangenen Jahrzehnt so große Aufmerksamkeit erfahren wie die Allergien. Zwar besitzen Neurodermitis, Nahrungsmittelallergien, allergisches Asthma oder Heuschnupfen kein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko, dennoch reduzieren allergische Reaktionen z.B. gegen die Grundnahrungsmittel Kuhmilch, Hühnereier, Nüsse und Gemüse oder allergiebedingte Krankheitserscheinungen der Atemwege in erheblichem Maße die Lebensqualität der Mitbürger und damit auch ihre Produktivität. Fakten wie "6,9 Mrd. DM an jährlichen durch Allergien verursachte Kosten" und "Jede dritte Berufskrankheit ist allergiebedingt" sprechen eine deutliche Sprache.
Die Ergebnisse aus vielen Ländern legen zudem nahe, daß die Verbreitung allergischer Krankheiten innerhalb weniger Jahrzehnte deutlich zugenommen hat. Wenn jeder dritte Deutsche gegen Allergene sensibel ist, kann man davon ausgehen, daß jeder Deutsche entweder selbst eine Allergie hat oder aber jemand kennt, der darunter leidet.
Es waren aber nicht nur inhaltliche Gründe für die Themenwahl des vorliegenden Spezialberichts ausschlaggebend, es gab auch einen methodischen Grund:
Die Häufigkeit, die Ursachen und die Folgen von Allergien wurden bereits in dem 1998 erschienenen Gesundheitsbericht für Deutschland beschrieben. Angesichts der Vielzahl der behandelten Themen kann dem Leser dort nur ein auf wenige Seiten komprimierter Überblick zu der Erkrankung gegeben werden. Spezialberichte ermöglichen dagegen eine ausführliche Erörterung eines gesundheitsrelevanten Themas. Der vorliegende Prototyp eines solchen Berichts soll insofern die Ausführungen zu den Allergien im Gesundheitsbericht ergänzen, vertiefen und fortschreiben.
Dem ersten Spezialbericht sollen im Zuge der Routineberichterstattung des Robert Koch-Instituts weitere folgen. Sie bilden neben dem Gesundheitsbericht für Deutschland und dessen Fortführung sowie dem im Internet unter www.gbe-bund.de
eingestellten Informationssystem ein wesentliches Instrument der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.Die Themenwahl für den vorliegenden Bericht erfolgte bereits 1996 im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Aufbauphase der Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Der Wissenschaftliche Beirat und der Arbeitskreis "Gesundheitsberichterstattung" begleiteten die Durchführung des Projekts unter Federführung des Statistischen Bundesamts. Den Bearbeitern, Gutachtern, Betreuern und allen, die mithalfen, den Bericht erfolgreich abzuschließen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
Im Spezialbericht "Allergien" ist das 1998 verfügbare Wissen zur Häufigkeit, zu Risikofaktoren, Präventionsstrategien, zur Diagnostik, Behandlung, Rehabilitation und zu den Kosten der Krankheit zusammengetragen. Unüberhörbar ist dabei der Ruf nach besseren Daten und nach mehr Ursachen- und Therapieforschung.
Wir wünschen dem Bericht, daß er auf reges Interesse stößt und die Diskussionen über die allergischen Krankheitsbilder und Symptome in Deutschland mit entsprechenden Fakten und Daten unterstützt und stimuliert.
Wiesbaden, im August 2000
Der Präsident |
Für den ehemaligen |
des |
Wissenschaftlichen Beirat |
Statistischen Bundesamtes |
"Gesundheitsberichterstattung" |
Johann Hahlen |
Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann |
Preface
There is hardly any health problem that has attracted as much attention over the past decade as allergies. Neurodermatitis, food allergies, allergic asthma or hay fever do not result in a higher mortality risk. Nonetheless, allergic reactions, for example, to basic foodstuffs like cows milk, hens eggs, nuts and vegetables, or allergic illnesses of the respiratory tract substantially reduce our fellow citizens quality of life and their productivity. Findings such as "Allergies cause expenses of DM 6.9 billion every year" or "Every third occupational disease induced by allergies" speak for themselves.
Results from a multitude of countries furthermore suggest that allergic disorders have spread considerably within the last few decades. When every third German citizen reacts to allergens, it has to be assumed that every citizen either suffers from an allergy or at least knows someone who does.
Yet, the topic of the present Special Report was selected not only for reasons of contents, but also for a methodological reason:
The frequency, the causes and effects of allergies were already set out in the 1998 Health Report for Germany. Due to the great variety of subjects discussed, however, that report could provide readers with no more than a few pages of condensed information on the disease. Special reports, on the other hand, are intended to deal exhaustively with subjects bearing relevance on health. In this respect, the present prototype of such a special report is designed to supplement, enhance and update the information given on allergies in the Health Report.
In the course of routine reporting by the Robert Koch-Institute, further special reports are to follow this first one. In addition to the Health Report for Germany and its updates, and together with the information system that is available on the internet at www.gbe-bund.de, the special reports will constitute an essential tool of the health monitoring of the Federation.
The subject of the present report was chosen as early as in 1996 during the set-up phase of the health monitoring of the Federation, which has been promoted by both the Federal Ministry for Education and Research and the Federal Ministry for Health. The Scientific Advisory Council and the Working Group on "Health Monitoring" accompanied the projects implementation of which the Federal Statistical Office was in charge. We should like to thank the authors, specialist consultants and all others who contributed to the successful completion of this Report.
The Special Report "Allergies" summarises all the information available in 1998 on the frequency, risk factors, preventive strategies, diagnosis, treatment, rehabilitation and costs of the disease. Moreover, it clearly calls for better data and more research into the causes and therapies.
We hope that the report will meet with lively interest as well as animate and support the discussion on allergic symptoms and disorders in Germany by providing pertinent facts and data.
Wiesbaden, August 2000
The President |
For the Former |
of the |
Scientific Advisory Council |
Federal Statistical Office |
on the Health Monitoring |
Johann Hahlen |
Prof. Dr. Hans-Konrad Selbmann |
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