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Asbest

Nach dem GBE-Themenheft 38 "Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten", Robert Koch-Institut, 2007:
Asbest ist ein technischer Sammelbegriff für eine Gruppe natürlich vorkommender, faserförmiger Mineralarten, die sich durch eine besondere Beständigkeit gegenüber Hitze, Säuren und mechanischer Belastung auszeichnen. Wegen dieser, in Industrie und Technik besonders erwünschten Eigenschaften wurden insbesondere Weißasbest (Chrysotil) und das von den biologischen Wirkungen her gefährlichere Blauasbest (Krokydolith) seit ca. 1900 genutzt. Exponiert gegenüber Asbest bei der beruflichen Tätigkeit waren vor allem die Beschäftigten in der verarbeitenden Industrie und die Anwender der Produkte. So haben beispielsweise Dachdecker, Maurer und Fassadenbauer Asbestzement- Produkte, wie etwa die heute noch auf vielen Dächern vorhandenen Wellasbestplatten eingebaut, Tiefbauarbeiter Trinkwasserrohre aus Asbestzement verlegt, Kraftfahrzeugmechaniker asbesthaltige Bremsbeläge eingebaut und Bremsen mit Druckluft ausgeblasen, Schweißer und Gießereiarbeiter asbesthaltige Handschuhe zum Hitzeschutz getragen, Heizungsbauer Asbestdichtungen eingebaut und Isolierer und Kraftwerksarbeiter Asbest zur Isolierung verwendet. Heute sind vor allem noch die Sanierer exponiert, die asbesthaltige Produkte ausbauen und entsorgen müssen. Auf die Umweltproblematik kann an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden, jedoch sei auf die Problematik einer möglichen Exposition in Schulen und anderen Gebäuden, die mit Asbest isoliert wurden, hingewiesen.
Die biologischen Wirkungen ergeben sich durch die Faserstruktur von Asbest. Durch Einatmen gelangen diese sehr dünnen Fasern in die Lungenbläschen und von dort in das Lungengewebe und über die Lymphbahnen zum Rippenfell. Dort entfalten sie ihre krankmachenden Wirkungen.
Bei den durch Asbest verursachten Krankheitsbildern ist zu unterscheiden zwischen den durch Asbest verursachten Krebserkrankungen und der Lungen- und Pleuraasbestose (Rippenfellasbestose). Bei der Lungenasbestose handelt es sich um eine Vernarbung des Lungengewebes, die vorwiegend die unteren Lungenabschnitte betrifft und die auch bei im Röntgenbild noch relativ geringen sichtbaren Veränderungen zu starken Einschränkungen der Lungenfunktion mit Verminderung der Lungendehnbarkeit (restriktive Ventilationsstörung) führen kann.



Ausgewählte Informationen zum Thema Asbest:


Tabellen:
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser (Eckdaten der vollstationären Patienten und Patientinnen)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Behandlungsort (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz und Behandlungsort (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Vorsorge- oder Rehaeinrichtungen (Eckdaten der vollstationären Patienten und Patientinnen)
  • Diagnosedaten der Vorsorge- oder Rehaeinrichtungen mit mehr als 100 Betten nach Behandlungsort (ab 2003)
  • Diagnosedaten der Vorsorge- oder Rehaeinrichtungen mit mehr als 100 Betten nach Wohnsitz (ab 2003)
  • Lebenserwartung, Gewinn (ab 1998)
  • Sterbealter (ab 1998)
  • Sterbefälle u. a. nach Familienstand (ab 1998)
  • Sterbefälle, Sterbeziffern (ab 1998)
  • Vorzeitige Sterblichkeit (Tod unter 65/70 Jahren, mit/ohne Altersstandardisierung, ab 1998)


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