Gebärmutterhalskrebs
Nach dem GBE-Themenheft 37 " Gebärmuttererkrankungen",
Robert Koch-Institut, 2007:
Als Krebs des Gebärmutterhalses wird die maligne Veränderung der Oberflächenzellen (Plattenepithel) des Gebärmutterhalses
(Cervix uteri) bezeichnet. Ein kleinerer Teil der Zervixkarzinome ist im oberen Teil des Gebärmutterhalses lokalisiert und stammt
von Drüsengewebe ab (Adenokarzinom). Frühe Veränderungen am Gebärmutterhals verlaufen ohne Symptome; treten Schmerzen und Blutungen
auf, ist der Tumor häufig schon weiter fortgeschritten. Die Früherkennungsuntersuchung dient der Entdeckung von Krebsvorstufen.
Bei sichtbarem Tumor erfolgt die Diagnosesicherung mittels Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe). Beim Abstrich festgestellte
Dysplasien (Fehlbildungen von Zellen) werden je nach Befundkonstellation und individuellem Risiko beobachtet oder behandelt.
Als Verfahren zur Abklärung gilt bei Fortbestehen von schweren Dysplasien die gezielte Gewebsentfernung, manchmal auch die
Konisation (kegelförmige Umschneidung des Muttermundes). In frühen Stadien ist dies gleichzeitig eine ausreichende Therapie.
Bei Vorliegen eines invasiven Karzinoms erfolgen eine erweiterte Operation und eine Nachbestrahlung je nach Histologie. Eine
primäre Bestrahlung kann bei fortgeschrittenem Zervixkarzinom auch in kurativer Absicht eingesetzt werden; ggfs. ist auch
Kombination von Bestrahlung und Chemotherapie möglich.
Ausgewählte Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs:
Tabellen:
- Diagnosedaten der Krankenhäuser (Eckdaten der vollstationären Patienten und Patientinnen)
- Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Behandlungsort (ab 2000)
- Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz (ab 2000)
- Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz und Behandlungsort (ab 2000)
- Sterbealter (ab 1998)
- Sterbefälle, Sterbeziffern (ab 1998)
- Vorzeitige Sterblichkeit (Tod unter 65/70 Jahren, mit/ohne Altersstandardisierung, ab 1998)
Texte:
Definitionen:
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