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Harninkontinenz

Aus Gesundh.-Berichterstattung des Bundes, Themenheft 39 "Harninkontinenz":
Harninkontinenz ist ein häufiges, jedoch immer noch stark tabuisiertes Problem. Auch sind Vorurteile noch sehr verbreitet und erschweren eine sachgerechte Versorgung und erfolgreiche Prävention.
Eine Inkontinenz kann bei Frauen und Männern durch zahlreiche Krankheiten, Unfälle, medizinische Eingriffe, Medikamente sowie Lebensstil- und psychosoziale Faktoren verursacht beziehungsweise gefördert werden. Im Alter gibt es zusätzliche Risiken, wie zum Beispiel Immobilität, funktionale Einschränkungen und Demenz.
Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer. Der weibliche Körperbau ermöglicht Schwangerschaft und Gebären, ist aber mit einem größeren Inkontinenzrisiko verbunden. Zusätzlich erhöht die körperliche Beanspruchung durch Schwangerschaft und Entbindung das Inkontinenzrisiko. Ein geeignetes Beckenbodentraining kann dies wesentlich beeinflussen.
Die Folgen von mehr als geringfügiger Inkontinenz, vor allem für die Lebensqualität, können erheblich sein. Dazu gehören Einschränkungen von Alltagsaktivitäten und sozialen Kontakten sowie Belastungen durch Scham- und Minderwertigkeitsgefühle. Insbesondere im Alter kann daraus Vereinsamung und beschleunigter Verfall entstehen, Inkontinenz ist zudem ein wesentlicher Grund für Pflegebedürftigkeit, Heimunterbringung und Wundliegen. Es gibt gute hausärztliche Behandlungs- und Beratungsmöglichkeiten bei Inkontinenz, bei komplizierten Fällen stehen zudem auch zahlreiche spezialärztliche Methoden zur Verfügung.
Im Vordergrund einer Behandlung sollte die Besserung der durch die Inkontinenz eingeschränkten Lebensqualität stehen. Hilfreich für einen guten Umgang mit dem Gesundheitsproblem Harninkontinenz wären eine breitere Nutzung von Präventionsmöglichkeiten, ein selbstbewusster Umgang der Betroffenen mit dem Problem, weniger Scheu (auch auf ärztlicher Seite), das Problem anzusprechen, sowie eine wirkungsvollere Förderung der Kontinenz in der Pflege.
Als Hintergrund dafür wären eine Enttabuisierung des Themas in der Gesellschaft und eine verbesserte Aufklärung und Information wichtig.



Ausgewählte Informationen zum Thema Harninkontinenz:


Tabellen:
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser (Eckdaten der vollstationären Patienten und Patientinnen)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Behandlungsort (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz und Behandlungsort (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Vorsorge- oder Rehaeinrichtungen (Eckdaten der vollstationären Patienten und Patientinnen)
  • Diagnosedaten der Vorsorge- oder Rehaeinrichtungen mit mehr als 100 Betten nach Behandlungsort (ab 2003)
  • Diagnosedaten der Vorsorge- oder Rehaeinrichtungen mit mehr als 100 Betten nach Wohnsitz (ab 2003)
  • Lebenserwartung, Gewinn (ab 1998)
  • Sterbealter (ab 1998)
  • Sterbefälle, Sterbeziffern (ab 1998)
  • Vorzeitige Sterblichkeit (Tod unter 65/70 Jahren, mit/ohne Altersstandardisierung, ab 1998)

Texte:
  • Harninkontinenz [Gesundheitsberichterstattung - Themenhefte, September 2007]


Weitere Informationen finden Sie über die Themen- oder Stichwortrecherche.