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Mutation

Unter Mutation versteht man eine Abänderung der Eigenschaften eines Lebewesens, die im Gegensatz zur Modifikation erblich ist. Mutationen treten spontan (Spontanmutation) auf oder unter dem Einfluss von Mutagenen (induzierte Mutation). Die Bedeutung von spontanen Mutationen liegt darin, dass sie ein Evolutionsfaktor sind (Evolution). Chemisch betrachtet besteht eine Mutation in einer Änderung der vorliegenden Nucleinsäuresequenz der Erbsubstanz. Man unterscheidet:
  1. Genmutationen (Punkt-, Locusmutationen): entstehen durch Einbau von Basenanalogen oder durch chemische Veränderung der Basen (Nucleinsäuren) innerhalb eines Gens. Die Chromosomenstruktur bleibt unverändert. Größere Genmutationen sind Inversionen, Translokationen und Duplikationen; bei Deletionen und Defizienzen gehen Genbruchstücke verloren.
  2. Chromosomenmutationen: Veränderungen der Struktur eines oder mehrerer Chromosomen (Übergang zu Genmutationen fließend).
  3. Ploidie- oder Genommutationen: Veränderungen der Zahl ganzer Chromosomen oder Chromosomensätze (z.B. Trisomie).
  4. Plasmon- und Plastidenmutationen: Abänderungen plasmatischer Erbfaktoren bzw. der Plastiden.
    Spontane Mutationen treten mit einer Häufigkeit von 1 Mutation auf 10.000 bis eine Milliarde Individuen auf. Diese Mutationsrate kann bei induzierten Mutationen auf 1 Mutation pro 100 Individuen erhöht werden. Hauptuntersuchungsobjekte der Mutationsforschung sind Bakterien, Pilze und die Fliege Drosophila melenogaster.
(Quelle: www.wissen.de)



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