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Zuckerkrankheit

Nach dem GBE-Themenheft "Diabetes mellitus", Robert Koch-Institut, 2005:
Der Diabetes mellitus umfasst eine Gruppe von Krankheiten, deren gemeinsames Charakteristikum der chronisch erhöhte Blutzucker ist (Hyperglykämie). Die Blutzuckererhöhung lässt sich durch Bestimmung der Blutzuckerkonzentration (nüchtern oder nach Mahlzeiteneinnahme) nachweisen.
Der Typ1-Diabetes tritt vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auf, der Neuerkrankungsgipfel liegt im Alter von 10 bis 15 Jahren. Die Krankheit beruht auf einer autoimmunen Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen (sog. Beta- Zellen oder Inselzellen) der Bauchspeicheldrüse. Bei fortgeschrittenem Inselzelluntergang (Reduktion auf etwa 10%) kommt es zu einem absoluten Insulinmangel, der unbehandelt zum Tode führt. Insulin muss deshalb durch mehrmaliges tägliches Spritzen von außen zugeführt werden.
Die Mehrheit aller Diabeteskranken leidet an einem Typ 2-Diabetes. Dabei handelt es sich um ein komplexes Krankheitsbild: Genetische Faktoren verändern im Zusammenspiel mit erworbenen Faktoren wie Übergewicht die Insulinwirkung im Gewebe (es kommt zur Insulinresistenz) und die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Es kommt zur Störung des Glukosestoffwechsels und anderer metabolischer Systeme im Organismus (z.B. Fettstoffwechsel). Betroffen sind vorwiegend Personen jenseits des 40. Lebensjahres, wobei die Häufigkeit mit steigendem Alter zunimmt. Im Gegensatz zum Typ 1-Diabetes ist der Beginn der Erkrankung häufig schleichend und bleibt zunächst unbemerkt. Diese Diabetesform führt selten zu schweren Stoffwechselentgleisungen. Bei Personen mit Typ 2-Diabetes bestehen häufig begleitend weitere Erkrankungen: Die typische Kombination aus Übergewicht, hohem Blutdruck, Fettstoffwechselstörung und Störungen des Glukosestoffwechsels in Verbindung mit einer Insulinresistenz wird auch als Metabolisches Syndrom bezeichnet. Betroffene mit dieser Konstellation tragen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall.



Ausgewählte Informationen zum Thema Zuckerkrankheit:


Tabellen:
  • Ausgewählte Hauptdiagnosen und ihre 10 häufigsten Nebendiagnosen
  • Diabetes mellitus
  • Diabetes, Risikoerhöhung für Folgekrankheiten [Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998]
  • Diabetes, Verringerung der Lebenserwartung [Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998]
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser (Eckdaten der vollstationären Patienten und Patientinnen)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Behandlungsort (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz (ab 2000)
  • Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Wohnsitz und Behandlungsort (ab 2000)
  • Lebenserwartung, Gewinn (ab 1998)
  • Sterbefälle, Sterbeziffern (ab 1998)
  • Verlorene Erwerbstätigkeitsjahre nach Ausfallart und Geschlecht
  • Vorzeitige Sterblichkeit (Tod unter 65/70 Jahren, mit/ohne Altersstandardisierung, ab 1998)

Texte:
  • Diabetes Kapitel 1.2.1 [Gesundheit in Deutschland, 2006]
  • Diabetes mellitus [Gesundheitsberichterstattung - Themenhefte, März 2005]


Weitere Informationen finden Sie über die Themen- oder Stichwortrecherche.